Zeitgeschichte

 

Der Zweite Weltkrieg ist am 8. Mai 2015 seit siebzig Jahren beendet.

Doch die Alliierten haben ihre "Geschenke" hinterlassen.

 

 

Das Buch ist im Handel erhältlich.

Siehe auch www.buchhandel.de

 

con-thor Verlag

ISBN 978-3-944665-04-7

Kriege hinterlassen Spuren der Verwüstung - und Spuren des Lebens.

Im Rheinland leben die Nachfahren der Römer und Franzosen, im Nahen Osten haben Kreuzritter Kinder hinterlassen, die Wehrmacht in ganz Europa und die Rote Armee nach 1945 besonders in Ostdeutschland.

 

Dabei waren es nicht nur Vergewaltigungen, die neues Leben brachten - auch viele echte Liebesbeziehungen oder Übereinkünfte, die das Überleben der Frauen sicherten.

Die Beziehungen waren verboten. Wenn sie bekannt wurden - besonders nach der Geburt von Kindern - wurden die Väter versetzt, inhaftiert oder noch Schlimmeres. Mit der Wende und Glasnost konnten einige Kinder ihren Vater oder Halbgeschwister finden.

 

Mütter und Kinder haben oft ihr Leben lang geschwiegen. Erst in neuerer Zeit nimmt sich die Forschung dieses Themas an.

Am GESIS in Köln wird aktuell zu "Children born of war" geforscht, in verschiedenen europäischen Universitäten laufen Projekte.

 

An der Universität Leipzig hat sich eine Gruppe Russenkinder getroffen und Lebensgeschichten aufgeschrieben. Sie nennen sich Russenkinder, wohl wissend, dass die Sowjetunion ein Vielvölkerstaat war und die Väter aus diesen verschiedenen Völkern stammten.

 

Es sind ermutigende und befreiende Berichte.

 

Auf Wunsch leite ich einen Kontakt zur Leipziger-Gruppe von dieser Website aus weiter.

 

Kontakt zu Children Born of War

Lebensgeschichten von Russenkindern mit Vor- und Nachwort von

PD Dr. Glaesmer und Prof. Dr. Mochmann (Leipzig / Köln)

3. Auflage A5

Text erweitert, 132 Seiten

9,90 €

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Die Lektorenausgabe ist auch noch erhältlich.

 

152 Seiten, 12x18 cm

Lektorenausgabe

Preis 8,90 € mit Versand in Deutschland (auf Rechnung ohne Vorklasse)

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Zu bestellen über das Kontaktformular.

 

 

 

Rechts: Video mit einem Buchtext.

 

 

 

 

 

 

 

Zu den Grafiken:

 

Eine der “Distelblüten” bat ihren Bruder, den Kunstmaler Knut, für die erste Zusammenkunft deutscher Russenkinder im März 2014 ein Bild zu malen. Sie erzählte ihm, dass sie beim Lesen von Tolstois kleiner Geschichte “Die Tatarendistel“ * oft einen Bezug zu den Russenkindern sieht und auch zu deren Müttern.

 

In der Geschichte wird diese Distel als wehrhaft und widerstandsfähig geschildert. Verletzlich an ihrer wunderschönen Blüte.

Man kann sie nicht pflücken und nicht brechen. Nur zerfasern, in den Schmutz treten oder mit der Wurzel ausreißen.

Auch passt sie nicht zu den anderen zarten Feld­blumen.

 

Es entstanden zwei Bilder. Ein Geschenk an die Schwester und die Teilnehmer des Leipziger Tref­fens.

 

Distelblüten

Der Stahlhelm mit dem Roten Stern, auf deut­scher Erde. Die Distel, Symbol für die gezeugten Kinder der sowjetischen Soldaten. Aus mancher Distel ist später eine Rose geworden.

 

Schattenkinder

Das Treptower Ehrenmal. Der sowjetische Sol­dat mit dem Kind auf dem Arm. Er galt als kinder­lieb. Und er hinterließ Kinder.

Viele von ihnen lebten im Schatten der Gesell­schaft. Sie wurden nicht gesehen und nicht er­wähnt. Manche noch heute.

Danke an Knut.

 

* “Die Tatarendistel”, Vorrede zu “Hadschi Murat”, Lew Tolstoi.

 

Bilder: Knut Weise, Breda NL

Text: Birgrit Michler

 

Originalformat der Bilder:

39 x 69 cm